Neopren Hoodie selbst genäht

Ich bin immer wieder fasziniert von außergewöhnlichen Bekleidungsstoffen, wie Lycra, Spandex, Elasthan usw. Da es sehr selten bis oft gar keine Bekleidung mit solchen Stoffen gibt die mir gefällt oder auch passt, kam schnell die Idee auf eigene Kleidung mit solchen außergewöhnlichen Stoffen mal selbst zu entwerfen und herzustellen.

Von der Idee bis hin zum Neopren Hoodie

Bevor ich mich an etwas Körperbetontes aus Stretch Stoffen wie Lycra herantraue wollte ich mich mit einem nicht so ganz schwer zu verarbeitenden Stoff herantasten. Ein Stoff den ich optisch sehr mag ist Neopren. in den letzten Jahr haben sich sehr viele Designer an Kleidung aus Neopren versucht, jedoch sind dann genau diese Extravaganten Kleidungsstücke sehr selten und richtig teuer. Wenn es dann mal einen schicken Hoodie gab ist dieser leider nicht in meiner Größe gewesen. So entstand die die Idee einen eigenen Hoodie zu nähen.
Also ging ich auf die Suche nach einem passenden Stoff der Optisch und Haptisch ansprechend für mich ist. Im Geschäft vor Ort in dem ich sehr lange gestöbert habe, konnte ich die Stoffe selber anfassen, jedoch gab es dort auch nur eine eingeschränkte Auswahl an Stoffen. Das brachte mich dann auf die Idee im Internet nach meinem Wunsch Stoff zu schauen. Ich habe hier sofort sehr viele außergewöhnliche Stoffe zu attraktiven Preisen gefunden, jedoch ist die Haptik sehr schwer auf den Produktbildern zu erkennen.

Farbe und Schnitt

Als Grundfarbe habe ich mich dann letztendlich für orange entschieden, da ich gerne leuchtende auffällige Farben mag. Zur Hauptfarbe fand ich ein grau als Kontrast sehr schön. Also bestellte ich die beiden Stoffe. Da der Stoff nicht grade billig ist und ich das Rad nicht komplett neu erfinden wollte kaufte ich mir einen passendes Schnittmuster, den hier kann man die meisten Fehler machen. Man mag es nicht glauben aber für einen Hoodie geht richtig viel Stoff drauf.

Schnittmuster Hoodie

Beim zuschnitt der Stoffe hat Katy mir dann gerne geholfen, dies war mit unter das Zeitaufwendigste am ganzen Projekt. Das nähen selber war gar nicht so schlimm. Hierfür haben wir uns vor ein paar Wochen grade erst zwei richtig Qualitativ gute Maschinen von Bernina gekauft. Eine Kombinierte mit Stickmodul und eine Overlock. Bevor es an den Hoodie ging habe ich mich schon das ein oder andere mal an ein paar kleiner Projekte getraut, wie einen Beutel oder unsere Gardienen usw. Am schwersten fand ich die Bündchen am Hoodie anzunähen den diese musste man leicht dehnen und zugleich annähen.

Ärmel und Bündchen

Eine Positive Eigenschaft am nähen ist für mich die Ruhe die mir das nähen an der Maschine gibt. Wenn dann am Ende dabei noch etwas Gutes heraus kommt ist die freue um so Größer.

Fazit

Für mich ist das Projekt „Neopren Hoodie selbst genäht“ ein voller Erfolg und zeigt mir das ich mich auch noch in Zukunft an weiteren ähnlichen Projekten heran traue.

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Als Liebhaber glänzender und sportlicher Kleidung, kann ich auf über 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen und euch berichten.

5 Comments

  • Unser Jahresrückblick 2022 - Glanzlust.de
    2 Monaten ago Reply

    […] Beim Nähen von meinem ersten Kleidungstück. Für mich etwas ganz besonderes, was selbst genähtes mit Stolz anziehen zu […]

  • Jens
    2 Monaten ago Reply

    Ui, sehr cool.
    Ich habe aber mal ein paar Fragen:
    Wie warm ist es unter dem Hoodie? Bzw. wie Atmungsaktiv ist der Hoodie? Ich habe einen Neopren Badeanzug von Oceanline, den ich kürzlich für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt drunter getragen habe. Aber daheim musste ich den dann gleich ausziehen, da ich ziemlich viel unter dem Teil geschwitzt hatte. Auf dem Markt selbst ging es aber damit.
    Daher würde mich mal interessieren, wie sich das Teil in der (winterlichen) Praxis macht. Und mich würde auch Deine Stoff- und Schnittmuster-Quelle interessieren. Gerne Per Email 😉
    Und brauchtest Du eine spezielle Nadel für zum Nähen? Oder war hast Du hier genommen?

    Gruß
    Jens

    • Manuel
      2 Monaten ago Reply

      Hallo Jens, schön zu lesen das sich auch mal jemand die Zeit nimmt und ausführlich liest und kommentiert. Unter dem Hoodie ist es schon angenehm warm was aber meiner Stoffauswahl geschuldet ist. Durch die seitlichen Stoffeinsätze und dem etwas lässigen Schnitt ist es aber noch okay. Im Sommer sieht das aber dann schon ganz anders aus, dort würde ich ihn nur an einem kälteren Abend drüber ziehen. Eine spezielle Nadel habe ich nicht genommen, es war eine ganz normale Jersey Nadel. Aber bei dickerem Neopren empfehle ich eine ordentliche Maschine mit der Du langsam nähen solltest.

      • Jens
        2 Monaten ago Reply

        Hi Manuel,
        vielen Dank für die schnelle Antwort. Sind denn die seitlichen Einsätze nicht auch aus Neopren? Hatte ich jetzt so verstanden.
        Magst Du mir bitte noch die Bezugsquelle für den Stoff und das Schnittmuster zukommen lassen?
        Eine gute Maschine haben wir. Bis auf dickes Leder können wir damit prima Nähen.
        Viele Grüße
        Jens

        • Manuel
          2 Monaten ago Reply

          Die Seitlichen Einsätze sind aus einer Art Sweatstoff der dem Neopren ähnlich ist, und das orange Material ist aus Neopren.
          Ich schicke Dir die Links per Mail.

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